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Baukultur durch Handwerkskunst: Ingenieur*innen und Bauarbeiter*innen zeigen, was sie können

Im Rahmen des Ausbaus des Bahnhofs Winterthur wird eine neue unterirdische Velostation mit 750 Plätzen erstellt. Die 120 m lange und knapp 8 m breite Velostation verläuft parallel zu den Gleisen und liegt unterhalb der Rudolfstrasse.

Aufgrund der Dimensionen der Velostation sind Notausgänge erforderlich. Einer davon sollte ursprünglich mitten in der Wartstrasse an die Oberfläche führen. Wer die Wartstrasse kennt, kann nachvollziehen, dass dies unerwünscht ist. Sie besteht nämlich beidseitig aus geschlossenen, einheitlich charaktervollen Häuserzeilen.

Ingenieurhandwerk ermöglicht Stadtcharakter
Wie soll also die Lage des Notausgangs verändert werden, dass dessen Ausgang aus der Tiefe das Bild der Wartstrasse nicht negativ beeinflusst? Die Lösung ist gleichermassen simpel wie komplex, auch wenn sie erst während des Ausführungsprojekts zusammen mit dem Eigentümer des angrenzenden Gebäudes gelungen ist. Der Ausgang kommt neu neben der Wartstrasse ans Tageslicht und führt unter dem direkt an die Velostation angrenzenden Kopfbau der bestehenden Häuserzeile hindurch.

Bauen unter einem bestehenden Gebäude erforderte Ingenieurshandwerk vom Allerfeinsten. So mussten die Lasten des bestehenden Gebäudes im Bauzustand abgefangen und das Gebäude für den Endzustand neu fundiert werden. Das alles ohne, dass sich das Gebäude setzt und bei geringstmöglichem Ausführungsrisiko. Eine solche Konstruktion fordert auch diejenigen, die das Bauvorhaben umsetzen: die Bauunternehmung . Die Schritt für Schritt durchorchestrierten Arbeiten konnten durch das handwerkliche Geschick der Arbeitenden in kleinen und Kleinstetappen bei sehr knappen Platzverhältnissen erfolgreich umgesetzt werden. Weder das Handwerk der Ingenieurin noch das Handwerk der Bauarbeiter werden beim Notausgang im Endzustand für Aufmerksamkeit sorgen. Diese haben aber erst den Erhalt des Charakters der Wartstrasse und des Kopfbaus ermöglicht und damit einen Beitrag zur Baukultur geleistet. An die Komplexität werden sich schon bald nur noch die direkt Beteiligten erinnern können – und das ist gut so. 

Im Rahmen des Ausbaus des Bahnhofs wird eine neue unterirdische Velostation mit 750 Plätzen erstellt. Die 120 m lange und knapp 8 m breite Velostation verläuft parallel zu den Gleisen und liegt unterhalb der Rudolfstrasse. Aufgrund der Dimensionen der Velostation sind Notausgänge erforderlich. Einer davon sollte ursprünglich mitten in der Wartstrasse an die Oberfläche führen. Wer die Wartstrasse kennt, kann nachvollziehen, dass dies unerwünscht ist. Sie besteht nämlich beidseitig aus geschlossenen, einheitlich charaktervollen Häuserzeilen.

Sitztreppe – Stolz aller Beteiligten
Die Treppenaufgänge aus der neuen Personenunterführung werden überdacht – und wie! Das Projekt sieht vor, die Überdachung als unkonventionelle Sitztreppe auszugestalten: Regendach, Aufenthaltsraum und Eyecatcher in einem. Eine gestalterisch hervorragende Lösung des Architekturbüros pool Architekten, bei der alle Beteiligten bei der Umsetzung stark gefordert waren. Wie ist das 10 m auskragende Bauwerk zu bemessen und zu verankern? Dies erforderte einiges an Ingenieurhandwerk. Es mussten Auflagerdetails gelöst, Spannkabelgeometrien definiert, Spannköpfe bemessen, Spannprogramme definiert und Beleuchtungseinlagen im Einklang mit den statischen Anforderungen angeordnet werden. So musste eigens für die Erstellung der Sitztreppe eine Holzschalung gezimmert werden. Bereits das Einheben der Schalung mittels Kran war spektakulär. Das Verlegen der Bewehrung und insbesondere auch der Vorspannung gestalteten sich sehr anspruchsvoll, da die beengten Platzverhältnisse ein äusserst genaues Vorgehen der Bauarbeiter*innen voraussetzten. Erst dann ist die Treppe tragfähig und die Schalung kann darunter entfernt werden. Zudem wird die Sitztreppe sich ca. 5 mm aus der Schalung heben. Damit zeigt sich, ob die Berechnungen korrekt waren und ob die Konstruktion so trägt, wie wir es vorausgeplant hatten. Wir freuen uns schon jetzt darauf, wenn die Sitztreppe erstmals frei über den Treppenaufgang schweben wird. Ein Moment, wo sich direkt zeigen wird, ob sowohl Ingenieur*innen als auch die Bauarbeiter*innen vor Ort ihr Handwerk beherrschen. 

Projektinformationen

Stadt:
Winterthur

 

 

 

 

Publikationsdatum:
Februar 2021

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«Seit über 15 Jahren habe ich bereits die Möglichkeit, die Entwicklung von GIS entscheidend mitzuprägen. Dank der hohen Flexibilität meines Arbeitgebers und dem kurzen Arbeitsweg kann ich so, trotz intensiver Arbeitstage, aktiv Zeit mit meiner jungen Familie verbringen und weiterhin mein zeitintensives Engagement bei der Feuerwehr als Ausbildungschef und schweizerischer Feuerwehrinstruktor in Effretikon ausüben. Diese Möglichkeiten schätze ich sehr.»


Martin Mettler
Teamleiter