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Fantastischer 3. Platz bei Projektwettbewerb «Ersatz Rheinbrücke Flaach»

Mit Stolz hat ewp den 3. Rang beim Projektwettbewerb für den Ersatz der Rheinbrücke zwischen Flaach (ZH) und Rüdlingen (SH) erreicht. Unser Projekt ist ein Resultat aus einer spartenübergreifenden Zusammenarbeit der Sparten Hoch- und Brückenbau, Raum und Mobilität und Tief- und Strassenbau. Wir gratulieren allen Beteiligten, die unter der Leitung von Tino Tschenett und Manuel Schmid so erfolgreich gearbeitet haben.

Das Tiefbauamt des Kantons Zürich hat für den Ersatz der Rheinbrücke Flaach einen Projektwettbewerb mit Präqualifikation ausgeschrieben. Für Präqualifikation hatten die Bewerber eine Projektanalyse zu verfassen sowie ein Konzept für den Ersatz der Brücke abzugeben. 18 Präqualifikationsbeiträge wurden eingereicht. Unser Konzept hat das Preisgericht überzeugt und wir wurden neben 6 weiteren Teams für die Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt.

Mit unserem Projekt STRINGENTE werden im Projektperimeter klare Verhältnisse geschaffen. Die Brücke und Vorlandzonen werden einfach und zweckorientiert ausgestaltet. Die Maxime des Entwurfs heisst Eleganz durch Zweckgebundenheit. Die Uferbereiche werden dem Rhein überlassen. Natur- und Kulturlandschaft bleiben die prägenden Elemente, an denen sich die sorgfältige Gestaltung der Brücke orientiert.

Das Projekt sieht oberwasserseitig parallel zur bestehenden Brücke eine neue ca. 130 m lange Stahl-Beton-Verbundbrücke vor. Der Plattenbalkenquerschnitt des Durchlaufträgers über vier Felder besteht aus zwei Hohlkastenträgern aus wetterfestem Stahl und einer darüber im Verbund wirkenden Fahrbahnplatte aus Stahlbeton. Die neuen Pfeiler sind als trapezförmige, sich nach unten verjüngende Stahlbetonscheiben ausgebildet und wie das linksufrige Widerlager flach auf dem Molassefels fundiert. Das rechtsufrige Widerlager ist vom Ufer zurückversetzt und auf Pfählen fundiert. Für den Langsamverkehr stehen auf der Brücke unterwasserseitig ein Gehweg und oberwasserseitig ein kombinierter Rad-/ Gehweg zur Verfügung. 

Durch die gewählte horizontale Linienführung mit einer parallelen Lagenverschiebung der Brücke wird auf der Seite Flaach eine Zone gewonnen, welche den historischen Bunkeranlagen und der Hangstützmauer mehr Raum und Attraktivität verschafft. Auf der Seite Rüdlingen hat die oberwasserseitige Anordnung der neuen Brücke eine Strassenanpassung zur Folge (langgezogene S-Kurve), welche als verkehrsberuhigendes Element wirkt. Aufgrund der verringerten Geschwindigkeit wird die Verkehrssicherheit im Abbiege- und Kreuzungsbereich erhöht. Das Rückversetzten des Widerlagers auf der Seite Rüdlingen und die Verbindung der Wanderwege unterhalb der Brücke führen zudem zu einer Entflechtung des motorisierten Verkehrs und des Langsamverkehrs.

Die Stahlhohlkastenträger werden mittels Pneukran und Pontons montiert. Sie dienen im Bauzustand als Schalgerüst für die Erstellung der Fahrbahnplatte und der Kragplatten. Durch die Wahl dieses Tragwerkskonzeptes kann auf ein aufwändiges Lehrgerüst verzichtet werden. Während dem Bau der neuen Brücke wird der Verkehr einspurig über die bestehende Brücke geführt, so dass für den Bau der neuen Brücke keine Hilfsbrücke erforderlich ist.

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Patrick Ackermann
Teamleiter