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Grünflächen-management: Von der Strategie zum nachhaltigen GIS-basierten Unterhalt

Das Grünflächenmanagement rückt im Zusammenhang mit Hitzeminderungsmassnahmen und der Erhaltung von Biodiversität immer mehr ins Zentrum der behördlichen Aufmerksamkeit. Kantone, Städte und Gemeinden entwickeln Strategien und Pflegehandbücher, verfügen eventuell über ein Inventar ihrer Grünanlagen im Kantons- oder Gemeinde-GIS. Wie aber gelingt der Schritt von der Theorie in die tägliche Praxis und wie kontrolliert man den Fortschritt? Werterhaltungstools helfen den Unterhaltsleitenden bei der effizienten Umsetzung des Grünflächenmanagements im betrieblichen Alltag. Im Kanton Thurgau ist eine solche Lösung bereits erfolgreich im Einsatz.

«Profil: Blumenwiese; jährliche Pflege: 2x Mähen, Entsorgen des Schnittguts; 1x Wiese ausputzen nach 2. Schnitt: Vegetation an Weg- und Rabattenkanten sowie um Strukturen wie Bäume und Sitzbänken schneiden.»

Die Anweisungen im Pflegehandbuch definieren die Arbeiten für die verschiedenen Grünflächenprofile. Deren Umsetzung verlangt jedoch eine weitsichtige Einsatzplanung: Welche Flächen werden wann bearbeitet, welche Gerätschaften kommen wo zum Einsatz, welche Arbeiten werden welcher Equipe zugeteilt.

Langzeit-Monitoring im Unterhalt verlangt nach digitalen kartenbasierten Lösungen

Die Komplexität und der langfristige Zeitrahmen eines nachhaltigen Monitorings und Managements der in der Grünflächen-Strategie festgelegten Zielsetzungen und Massnahmen erhöhen die Nachfrage nach einer bearbeitbaren GIS-basierten Lösung. Der Kanton Thurgau setzt deshalb seit kurzem auf ein Werterhaltungstool, welches im Unterschied zu einem statischen Grünflächeninventar im Kantons-GIS die Inventarisierung aller Grünflächen, inkl. Pflegeanweisungen und diversen Informationen, z.B. dem Zeitpunkt der letzten und nächsten Kontrolle bietet. Alle Informationen sind zentral gespeichert und können vom Kunden jederzeit und von überall selbst angepasst und unterhalten werden (siehe Abbildung 1).

Einsatzplanung per Mausklick festlegen und via Smartphone abarbeiten

Die vier Thurgauer Bezirkschefs, welche verantwortlich sind für das Grünflächenmanagement, können aus der Anwendung heraus Listen generieren und mit wenigen Klicks die Routen- und Einsatzplanung vorbereiten. Via App können die Gruppenführenden der Equipen im Feld dann ihre Route und die anstehenden Arbeiten auf ihrem Smartphone anschauen. Ist eine Arbeit erledigt, kann sie direkt über das Handy quittiert werden. Die Information wird mit Zeitstempel im System gespeichert. So hat der Bezirkschef jederzeit den Überblick, wann welche Arbeiten erledigt sind und kann sich bereits eine elektronische Erinnerung für den nächsten Turnus setzen. Via Cockpit kann bequem der Überblick über alle anfallenden und schon erledigten Arbeiten behalten werden. Das damit verbundene Wissen ist zentral gespeichert und abrufbar, was wichtig ist, gerade wenn unvorhergesehen eine Stellvertretung einspringen muss oder ein Personalwechsel ansteht. Zudem können die Flächen der verschiedenen Grünflächentypen in Quadratmetern sowie die Anzahl Bäume einfach aus dem System herausgelesen werden. Diese Angaben sind für die Festlegung der Stellenprozente relevant und dienen bei Budget-Diskussionen als wertvolle Argumentationsgrundlage (Abbildung 2).

Aufnahme von Neophyten-Beständen via Smartphone

Effizient ist auch der Einsatz der Neophyten*-App (Abbildung 3). Sie erlaubt die einfache Aufnahme von invasiven Neophyten-Beständen via Smartphone im Feld. Die Informationen werden dank GPS automatisch im Neophyten-Kataster integriert. So kann die Ausbreitung, bzw. die Wirksamkeit der Bekämpfung der unwillkommenen Gewächse über die Jahre verfolgt und ausgewertet werden. Ausserdem können zielgerichtete Bekämpfungsaufträge für die jeweilige Art erstellt werden (sinnvollerweise bevor sich die Pflanzen versamen und weiter ausbreiten können). Alle Informationen können bei Bedarf auch exportiert und an andere Dienststellen (z.B. die Neophyten-Beauftragen der Behörde) übermittelt werden.

* Neophyten sind nichteinheimische, seit der Entdeckung Amerikas 1492 (un-)bewusst in die Schweiz eingeführte Flora. Einige dieser Arten haben keine natürlichen Feinde und u.a. dadurch einen Wettbewerbsvorteil beim Wachstum, wodurch sie einheimische Pflanzen verdrängen. Diese invasiven Neophyten werden auf Kantons- und Gemeindeebene bekämpft und auch Private sind angehalten, sie aus ihren Gärten zu entfernen. 

Projektdetails

Auftraggeberin:
Tiefbauamt Kanton Thurgau

Projektleiter ewp:
Martin Mettler

 

 

 

 

 

 

 

Publiziert: 20.09.21

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Philippe Wäger
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Zitat Mitarbeiter Testimonial