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Hemmentaler Trockenwiesen: Naturschutz und Raumplanung vereint

In Hemmental, einem Dorf mit knapp 600 Seelen, das seit 2009 politisch zur Stadt Schaffhausen gehört, liegen grosse Flächen mit Trockenwiesen und -weiden. Diese entstanden an den regelmässig landwirtschaftlich nur extensiv genutzten Sonnenhängen und zeichnen sich durch eine verblüffende Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen aus. Die Schweiz hatte sich bereits vor Jahren entschieden, dass es die Trockenwiesen und -weiden in unserem Land zu schützen und zu bewahren gilt. In diesem Sinne wurde 2010 ein Bundesinventar samt Verordnung zum Schutz der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung erlassen.

In Hemmental wurden – im Bestreben die wertvollen Trockenwiesen zu erhalten – zahlreiche Verträge mit Grundeigentümer*innen geschlossen, um deren Pflege und damit deren langfristigen Bestand zu sichern. Neben den grossen Trockenwiesen im Landwirtschaftsgebiet gibt es in Hemmental jedoch mehrere Trockenwiesenhänge, die in der Bauzone liegen. Eine Überarbeitung der Bauordnung und der Bauzonen unter Berücksichtigung des Natur- und Heimatschutzgesetzes oder der Verordnung des Bundes zu den Trockenwiesen und -weiden hat bis anhin nicht stattgefunden. Die Bauordnung Hemmentals stammt in weiten Teilen noch aus dem Jahre 1989.

Ein Bauvorhaben an einem solchen Trockenwiesenhang löste nun einiges aus. Die Stadt Schaffhausen erteilte die Baubewilligung für ein Wohnhaus in der Bauzone – die betreffende Parzelle grenzt jedoch unmittelbar an eine im Bundesinventar verzeichnete Trockenwiese und deren Vegetation unterscheidet sich kaum von der im Bundesinventar verzeichneten Fläche. Verschiedene Naturschutzverbände erhoben Rekurs gegen die Baubewilligung und wurden vom Regierungsrat geschützt: Die Stadt Schaffhausen wurde aufgefordert, erneut über das Baugesuch zu entscheiden; dieses Mal mit einer umfassenden Interessenabwägung, welche den Biotopschutz des Natur- und Heimatschutzgesetzes mitberücksichtigte. Doch damit nicht genug. Gleich mehrere Bauvorhaben sind an Hängen mit ähnlichen Verhältnissen pendent und entsprechend drängt die Klärung der Rechts- und Sachlage. Darf an diesen Hängen in der Bauzone nun gebaut werden oder nicht?

Die Stadt Schaffhausen stand nun vor der schwierigen Aufgabe zu entscheiden, ob die geplanten Bauvorhaben verwirklich werden dürfen oder zugunsten des Naturschutzes untersagt werden müssten. ewp erhielt den Auftrag, die Stadt in diesem Prozess zu unterstützen, um die geforderte Interessenabwägung vorzunehmen.

Zwischenzeitlich hat das Planungs- und Naturschutzamt des Kantons Schaffhausen ein Gutachten zu den möglichen Trockenwiesen in der Hemmentaler Bauzone in Auftrag gegeben. In diesem Gutachten wurden nicht nur diverse Trockenwiesen-Standorte kartiert, sondern auch minutiös die dort vorgefundenen Orchideen und seltenen Falter, Bienen, Wespen, Heuschrecken und so weiter verzeichnet.

Mit diesem Gutachten und zahlreichen weiteren Grundlagen in den Händen galt es zunächst, den rechtlichen Spielraum zu ermitteln. Steht der Naturschutz über allem? Welche anderen Interessen lässt die Rechtsprechung gelten? Bald zeigte unsere Analyse, dass eine Einzelfallbetrachtung der Baugrundstücke nicht zielführend ist. Gefragt ist eine umfassende Betrachtung aller Trockenwiesen in der Hemmentaler Bauzone, nur so können die verschiedenen Interessen gebührend berücksichtigt werden.

Neben dem Naturschutz waren insbesondere weitere raumplanerische Aspekte zu berücksichtigen. Unsere Team Raumplanung erarbeitete in der Folge einen konkreten Vorschlag zur differenzierten Betrachtung der verschiedenen betroffenen Parzellen, welcher die Auszonung verschiedener Flächen vorsah und gleichzeitig eine raumplanerisch sinnvolle Entwicklung des Dorfes ermöglicht. Mit dem von ewp unterbreiteten Vorschlag wurde eine Lösung präsentiert, der sowohl den Naturschutz als auch die Entwicklungsinteressen der Stadt Schaffhausen gebührend berücksichtigt.

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Zitat Mitarbeiterin Testimonial