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Lösungen für die Mobilität im Ostaargau - Update

Der Ostaargau wächst. Bis 2040 wird mit einem Bevölkerungsanstieg von 30 % gerechnet, gleichzeitig nimmt die Anzahl der Arbeitsplätze um 20 % zu. Eine enorme Herausforderung für die Region, gleichzeitig aber auch eine grosse Chance für eine urbanere Mobilität.

Der Bund schätzt, dass die Bevölkerung im Ostaargau bis 2040 um 55'000 Personen wächst. Dieses überproportional starke Wachstum von Baden, Brugg und Unterem Aaretal erfordert eine abgestimmte Entwicklung von Siedlung und Verkehr, damit der wachsende Verkehr die Siedlungsgebiete in und um die dichten Zentren Baden und Brugg nicht zusätzlich belastet. Mit den Planungen zum regionalen Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (rGVK OASE) hat der Kanton Aargau unter Mitwirkung von Regionen und Gemeinden in den Kanton Aargau, Raum Baden in den letzten sechs Jahren ein umfassendes Konzept für die gesamte Region erstellt – eine komplexe Aufgabe, vor allem aber eine enorme Chance für die Region.

Ein umfangreiches Mandat

Seit 2016 durfte ewp die Vertiefungsstudien für das rGVK OASE im Raum Baden federführend bearbeiten. Das Mandat umfasste zwei Teile:

  • Die bereits in der vorangegangenen Vorstudie entwickelten Optimierungen und punktuellen Ausbauten des Kantonsstrassennetzes (neue Zentrumsentlastung Baden, Umnutzung Hochbrücke sowie das Verkehrsmanagement auf dem bestehenden Strassennetz) wurden in einer Arbeitsgemeinschaft mit ILF Consulting Engineers bau- und verkehrstechnisch soweit vertieft, dass die grundsätzliche Machbarkeit und die Wirkung belegt werden konnte. Dazu wurden der Bedarf der neuen Netzelemente nachgewiesen, die Linienführung und die Anschlussknoten entworfen und deren bautechnische Machbarkeit und Leistungsfähigkeit bewiesen und schliesslich die Kosten geschätzt.
  • Der zweite Teil des Mandats beinhaltete die Gesamtleitung aller Vertiefungsmandate im Raum Baden. Dabei koordinierte ewp die Arbeiten der weiteren Fachplaner*innen (Fuss- und Veloverkehr, Städtebau/Freiraum, Verkehrsmodellierung, Umwelt, Geologie und Mobilitätsmanagement). Deren Erkenntnisse wurden in den Synthesebericht für den Raum Baden integriert. Als Gesamtleiterin bestritt ewp zudem Workshops mit Behördenvertreter*innen und Interessensgruppen aus fachlicher Sicht, analysierte verschiedene verkehrsplanerisch kritische Fragestellungen aufgrund der Rückmeldungen, erarbeitete anschauliche Präsentationen für öffentliche Informationsveranstaltungen und beantwortete Mitwirkungseingaben.

Paradigmenwechsel in der Aargauer Verkehrsplanung

Gestützt auf die bundesrechtlich geforderte Siedlungsentwicklung nach innen (RPG 2013) wird das Bevölkerungswachstum im Kanton Aargau in Zukunft verstärkt in bereits dichter besiedelten Gebieten stattfinden, wo viele der nötigen Infrastrukturen und Versorgungsangebote bereits bestehen. Die zunehmende Bevölkerungsdichte löst dort bis 2040 einen erhöhten Flächenbedarf auf den bestehenden Infrastrukturanlagen aus, stellt also hohe Anforderungen an die Abstimmung von Siedlung, Verkehr und Freiraum sowie an eine Siedlungsentwicklung nach innen. Das regionale Gesamtverkehrskonzept Ostaargau zeigt auf, wie die wachsende Mobilität in den dichten Agglomerationen Baden und Brugg in rund 20 Jahren bewältigt werden kann. Der motorisierte Individualverkehr soll nur noch in geringem Masse wachsen. Die Entlastung der heute besonders stark befahrenen Strassenzüge in den Zentren schafft den nötigen Raum für einen attraktiven ÖV (unter anderem auch die Verlängerung der Limmattalbahn bis Baden), vor allem aber für mehr, sichere, direkte und komfortable Veloverbindungen und damit die Voraussetzung für einen markant höheren Anteil an Velofahrenden. Das Gesamtpaket rGVK OASE soll voraussichtlich Ende 2020 dem Kantonsparlament zum Eintrag im kantonalen Richtplan unterbreitet werden. Mit der Erarbeitung des rGVK OASE wird der Paradigmenwechsel in der Aargauer Verkehrspolitik, der mit der neuen kantonalen Strategie mobilitätAARGAU angestossen wurde, erstmals konkret: Die Weiterentwicklung des Strassennetzes ist nun Teil eines Gesamtverkehrskonzepts, das sämtliche Verkehrsmittel gleichwertig behandelt. Dieses Gesamtkonzept sieht einen erheblichen Ausbau der Veloinfrastruktur vor: Total sollen in den Räumen Baden und Brugg 160 Mio. CHF in neue Velovorzugsrouten sowie den Ausbau des bestehenden Velonetzes investiert werden. Zusammen mit der Verlängerung der Limmattalbahn nach Baden und ergänzenden regionalen ÖV-Verbindungen werden die Voraussetzungen geschaffen, bis 2040 einen grossen Teil der zusätzlichen Mobilitätsbedürfnisse über den ÖV und Fuss- und Veloverkehr abzuwickeln. Um auf den heute stark belasteten Verkehrsachsen durch die Zentren mehr Raum für bessere ÖV- und Veloinfrastrukturen zu schaffen, wird der Zubringerverkehr aus dem Unteren Aaretal und dem Siggenthal Richtung Autobahn über zwei Zentrumsentlastungsstrassen an Brugg und Baden vorbeigeführt. Auf dem bestehenden Strassennetz soll der Verkehr gezielter gelenkt werden, um die Belastung durch den motorisierten Verkehr in den stark belasteten Ortsdurchfahrten der gesamten Region zu reduzieren. Gleichzeitig werden die Stadträume attraktiver gestaltet. Damit werden die Voraussetzungen für eine Siedlungsentwicklung nach innen mit kurzen Wegen für Arbeiten, Einkäufe und Freizeit verbessert, was ebenfalls zu höheren Verkehrsmittelanteilen von ÖV sowie Fuss- und Veloverkehr führt. In der Summe handelt es sich um ein attraktives regionales Gesamtverkehrskonzept, das die Region aufwertet, sich positiv auf die Lebensqualität auswirkt und den Ostaargau für die Zukunft rüstet. Es ist auf die angestrebte Siedlungsentwicklung abgestimmt und bildet die Voraussetzung, dass das prognostizierte Wachstum nicht zu Lasten der Standortattraktivität oder der Siedlungsqualität geht. Die Erkenntnisse sollen im kantonalen Richtplan verankert und in den kommenden Jahren sukzessive umgesetzt werden.

Zitat Frank Rüede (PL Abteilung Verkehr, Departement Bau, Verkehr und Umwelt):

«Die vielfältigen Kompetenzen von ewp in der strategischen Verkehrs- und Mobilitätsplanung haben uns bei diesem komplexen Gesamtverkehrskonzept sehr geholfen.»

Projektdetails

Team ewp
Stephan Erne (PL)
Annick Nussbaumer
Lars Keller

Auftraggeberin
Kanton Aargau, Departement BVU

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Patrick Ackermann
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Zitat Mitarbeiter Testimonial