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Mit Dämmbeton Kosten und Zeit sparen

Der Plantahof hat als landwirtschaftliches Kompetenzzentrum eine führende Stellung in der Deutschschweiz und besitzt als Bildungs- und Beratungsinstitution eine überregionale Bedeutung. Die erste Planung für eine Maschinenhalle mit Werkstatt begann bereits 1998. 

2020 wurde die Maschinenhalle erweitert. Hierfür wurde dem Materialkonzept sowie der Fassadengestaltung viel Wert beigemessen.

Um Kosten zu sparen und die Erstellungszeit zu verkürzen, wurde die Fassadenkonstruktion zusammen mit dem Architekten optimiert. Für die Aussenwände der Maschinenhalle wurde nach einem Variantenstudium ein einschaliger Dämmbeton ohne Aussendämmung gewählt. Damit besteht die Aussenwand nur aus einem Baumaterial und erfüllt sowohl die tragende und schützende sowie die dämmende Funktion. Trotz untergeordneten Räumen (Werkstatt, Lager) muss eine Temperatur von 15 bis 20 Grad gewährleistet werden und es darf auch im kältesten Winter keine Feuchtigkeit an den Bauteiloberflächen entstehen. In Zusammenarbeit mit dem Bauphysiker, des Architekten und des örtlichen Betonwerkes wurde die passende Betonmischung definiert und eine Wandstärke von 50 cm festgelegt. Damit wurde die geforderte Dämmwirkung erreicht und den statischen Anforderungen Rechnung getragen.

Blähton und -glas
Der Betonmischung wurden Blähtonkügelchen (Leca) sowie Blähglaskügelchen (Liaver) aus Altglas zugesetzt, damit die gewünschten Dämmeigenschaften erreicht wurden. Dadurch ergibt sich der zusätzliche Vorteil, dass sich das Eigengewicht des Betons um den Faktor 2,5 verringert (von 2’500 kg/m3 auf knapp 1’000 kg/m3). Hingegen sinkt dadurch die Druckfestigkeit des Betons, die aber für Wände kein Problem darstellt. Für stärker beanspruchte Bauteile wie Decken oder Stützen, wurde ein üblicher Konstruktionsbeton verwendet.

Aufgrund der höheren Porosität des Dämmbetons wurde zudem die aussenseitige Bewehrung mit verzinktem Betonstahl ausgeführt. Damit kann die höhere Anfälligkeit bezüglich Korrosion auf ein Minimum gesenkt werden.

Materialkreislauf und Ressourceneffizienz
Als zusätzliche Optimierung, bezüglich Verminderung von grauer Energie, wurde für die Bodenplatte der Maschinenhalle sowie für die neuen Bauteile des Schulgebäudes Recyclingbeton eingesetzt. Dieser besteht anstatt aus neuem Kies aus Betonabbruchmaterial, das auf die richtige Korngrösse gebrochen wird. Zusammen mit dem Altglas, das zu Blähglas aufgeschäumt und im Dämmbeton eingesetzt wurde, werden hier gleich zwei Recyclingmaterialien eingesetzt und somit ein wesentlicher Beitrag zur Ressourcenschonung erbracht.

Die Optik der erweiterten Maschinenhalle soll sich gut an die restlichen Gebäude angliedern. Vom Architekten wurde ein Sichtbetonfassade mit vertikalen Brettern gefordert. Aufgrund der speziellen Betonmischung des Dämmbetons und dem geforderten Schalungsbild, wurden mehrere Muster, sogenannte Mockups hergestellt, um die Schalung sowie Ausschalfristen zu optimieren. Dieses Vorgehen hat sich bewährt und zu einem mehr als zufriedenstellenden Resultat geführt.

Für Sie zusammengefasst aufgeführt die Vorteile von Recycling- und Dämmbeton:

Vorteile von Recyclingbeton (Zuschlagsstoff Betonabbruchgranulat anstatt Kies):

  • Recyclingbeton schont die Ressourcen gegenüber normalem Beton; es muss weniger Kies abgebaut werden.
  • Abbruchmaterial von Gebäuden/Bauwerken kann wieder dem Materialkreislauf zugeführt werden.
  • Keine statischen und optischen Einbussen gegenüber herkömmlichem Beton.

Vorteile von Dämmbeton:

  • Das Material kann die tragende und dämmende Funktion übernehmen.
  • In obig beschriebenen Fall konnte auf eine Aussendämmung verzichtet und mehrere Arbeitsgattungen (Fassadenbauer/innen, Gipser/innen, Maler/innen) und somit Zeit und Kosten gespart werden.
  • Sehr geringes Eigengewicht im Gegensatz zu «normalem» Beton. Dies kann auch positive Auswirkungen auf die Fundation haben, da dort an Material gespart werden kann (eine weitere Bezeichnung für Dämmbeton ist auch «Leichtbeton»).
  • Die Blähglaskügelchen im Beton werden aus Recyclingglas/Altglas hergestellt (Ressourcenschonung).

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Desmond Wee
Projektingenieur