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Nachhaltiges Bauen ohne Abstriche

In Tagelswangen steht eine Versickerungsanlage für das anfallende Oberflächenwasser aus der Industrie- sowie Einfamilienhauszone. Diese wurde allerdings ungenügend bemessen und war nach zwei Jahren nicht mehr funktionstüchtig: Der Zufluss lief beinahe gänzlich über den Notüberlauf. Aufgrund weiterer Kolmatierung wird das Becken nur noch als «Puffer» genutzt und das Abwasser in die Autobahnentwässerung gepumpt.

Da diese Situation weder für die Stadt noch das ASTRA langfristig tragbar ist, wurde eine neue Versickerungsanlage geplant. Durch die Reinigung des Oberflächenwassers (Vorbehandlungs- und Retentionsfilterbecken) und das anschliessende Versickern über die Schluckbrunnen, wird das Wasser wieder in den Wasserkreislauf zurückgeführt und das Grundwasser gespiesen, ohne Belastung der Autobahnentwässerung. Auch ein Havariefall kann in Zukunft im Abtrennbauwerk bewältigt werden. Mit den Landwirten wurden Verträge abgeschlossen, um Abschnitte angrenzend an die Strasse als Zwischendepots für den Bodenabtrag zu nutzen. Diese werden durch die Landwirte in dieser Zeit bewirtschaftet/bepflanzt. Dadurch können rund 20'000m3 Aushub mit kurzen Transportdistanzen und somit umweltverträglich, wirtschaftlich und nachhaltig verschoben und gelagert werden. Der ausgehobene Boden wird anschliessend zur Verfüllung der alten Anlage auf der gegenüberliegenden Seite der Nationalstrasse wiederverwendet. Die Arbeiten vor Ort werden durch Umwelt- und Bodenbaubegleitung überwacht.

Nachhaltig gebaut, auch dank sozialem Umfeld
Die Ausführung wurde dieses Jahr gestartet und ca. Mitte Jahr kurzfristig unterbrochen – Schichtwasser macht trotz vorhergehender geologischer Untersuche die Weiterführung ohne ergänzende Abklärungen fast unmöglich. Es standen neue Fragestellungen wie Auftriebsproblematik realisierter Bauwerke, Abdichtungssysteme usw. im Raum. Zusätzliche Konzepte für die Schichtwasserproblematik und die provisorische Wasserhaltung mussten zeitnah erarbeitet, wirtschaftlich quantifiziert und anschliessend auf dem Amtsweg bewilligt werden. Für den Bauzustand und die provisorische Wasserhaltung konnte das Schicht- und Oberflächenwasser (Wasseranfall bis zu 1m3/min) nicht in den nahegelegenen Bach gepumpt werden (dieser mündet im bestehenden Versickerungsbecken). Auch die nächste Schmutzwasserkanalisation konnte nicht genutzt werden; sie liegt rund 500 Meter weit entfernt und etliche Meter höher, zudem wäre die Kläranlage zu stark belastet worden. Der trockene Sommer 2018 ermöglichte jedoch eine unkonventionelle und ideale Lösung für diverse Stakeholder: Das Wasser wurde in ein künstlich angelegtes und abgedichtetes Erdmulden-Absetzbecken geleitet und anschliessend von dort durch die umliegenden Landwirte zur Bewässerung ihrer Felder und Obstkulturen abgepumpt.

Das nicht vorhergesehene Grundwasser und die damit einhergehenden Schwierigkeiten mit Auftrieb forderten die am Bau Beteiligten innert kürzester Zeit. Um die finanziellen und terminlichen Verzögerungen zu begrenzen und ein stabiles Projekt abzuschliessen, musste die Projekt- und Bauleitung schnelle, umweltverträgliche und wirtschaftliche Varianten finden. Insgesamt konnte so durch umsichtige und durchdachte Planung mit ausgereiften technischen Lösungen und unter Einbezug des sozialen Umfeldes ein nachhaltiger Bau entstehen.

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Stefanie Burri
Projektleiterin