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Road Safety Audit für den Kanton Aargau

Für den Kanton Aargau durfte die ewp als zertifizierter Auditor ein Road Safety Audit (RSA-Audit) für den Ausbauabschnitt 1 (870m) der Hinterwilerstrasse in Uerkheim durchführen.

Dies beinhaltet neben dem Audit-Bericht eine Besichtigung vor Ort inkl. Video- und Fotodokumentation sowie einer Entwurfsbesprechung und einen bereinigten Schlussbericht. Bei dieser Verkehrsanlage handelt es sich um eine regionale und verkehrsorientierte Verbindungsstrasse mit signalisierter Geschwindigkeit von 80km/h. Diese enthält eine kantonale Radroute und eine Linie mit Haltestellen der Postauto (Schweiz) AG.

Neben der ordentlichen Durchführung des RSA-Audits gemäss VSS SN 641 722 «Strassenverkehrssicherheit Audit» mussten auch die lokal spezifischen Gesetzgebung sowie kantonale Richtlinien und Normvorgaben berücksichtigt werden.

Zweck Strassenverkehrssicherheit
Der Zweck von Road Safety Audits (RSA) im Allgemeinen ist die Verbesserung der Strassenverkehrssicherheit, d.h. Strassenverkehrsanlagen bei Aus-, Um- oder Neubau resp. Sanierung so verkehrssicher wie möglich zu gestalten. Das Sicherheitsaudit dient als Hilfsmittel, um allfällige Sicherheitsdefizite bei Projekten zu erkennen und beschreibt das Verfahren zur systematischen Überprüfung und Beurteilung von Projekten für Strassenverkehrsanlagen unter dem Aspekt der Strassenverkehrssicherheit.

Die besonderen Herausforderungen bei diesem Projekt bzw. der dazugehörenden Auditierung sind die vorhandene ungünstige Strasse, die neu und optimierte Linienführung, Bepflanzung und vor allem die Topografie. Wobei auch Eingriffe in die Topografie (z.B. Abtrag von Hügel) mit späterer landwirtschaftlicher Nutzung geplant sind. Diverse Zufahrten von privaten Grundstücken sowie für die landwirtschaftliche Nutzung führen zu schwierigen Knotensituationen.

Als äusserst zeitintensiv und aufwendig stellte sich die Überprüfung der Knoten- und Anhaltesichtweiten dar, da die Sichtweiten aufgrund von Terrainveränderungen und neuer Trassierung räumlich (3D) überprüft werden mussten. Je nach Fahrtrichtung «bergwärts» oder «talwärts», infolge Gefälleverhältnissen, Bepflanzung oder Platzierung des Fahrzeuges auf der Niveaulinie, waren viele und sehr unterschiedlich Fälle zu prüfen. Zudem war die neue Trassierung mit anspruchsvollen Übergängen und Überlagerungen von Kurvenverbreiterungen, Kuppen, Wannen, Querneigungswechsel bis hin zur Wendeklothoide anspruchsvoll.

Dossier liegt vor
Zusammengefasst und auf das Wesentliche reduziert liegt ein gut ausgearbeitetes Vorprojekt-Dossier vor. Das geplante Ausbauprojekt führt zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit gegenüber dem Ist-Zustand. Explizit zu überprüfen sind die Kurvenverbreiterungen und ein Verkehrsspiegel. Des Weiteren sind vereinzelte Punkte in der nächsten Projektphase zu detaillieren (z.B. Strassenentwässerung). Allenfalls gibt es alternative Varianten zum Beispiel bezüglich Standorte der Bushaltestelle. Detaillierte Anforderungen (Unterschreitung von rechtlichen oder normativen Vorgaben) an die Terrainanpassungen und Grundstückszufahrten sind noch zu klären.

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Corina Huber
Sachbearbeiterin HR