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Gigantisches Kranfundament in unwegsamem Gelände

Im Rahmen des Ausbaus der Nationalstrasse N13 zwischen der Galerie Traversa und dem Anschluss Sufers wird vor der Crestawaldbrücke eine neue talseitige Schwergewichtsmauer notwendig. 

Für den Bau der massiven Mauer, welche bis zu 12.00 m hoch wird, hat der Baumeister einen der grössten Turmdrehkrane von Liebherr aufstellen lassen. Als Weltneuheit bestehen die Seile bei diesem Kran nicht mehr aus Stahl, sondern aus hochfesten Kunststoffasern. Diese Faserseile besitzen eine vielfach höhere Lebensdauer und sparen zudem viel Gewicht ein.

Für den 60 m hohen Kran mit einer Ausladung von 68 m haben wir von der Bauunternehmung den Auftrag erhalten, das Kranfundament zu projektieren. Was normalerweise eine unspektakuläre Sache ist, wurde hier zu einer kleinen Herausforderung. Das Fundament wurde am Fuss der neuen Mauer erstellt. Aufgrund des steilen Geländes und des inhomogenen Baugrundes, sowie der grossen Krafteinwirkungen dieses Krantyps, resultierten enorme Abmessungen. Mit einer Länge von 12 m, einer Breite von 6 m und einer mittleren Dicke von 1,70 m ist der Betonverbrauch mit der gesamten Menge eines kleineren Einfamilienhauses vergleichbar. Zusätzlich wurden im vorderen Teil des Fundamentes Mikropfähle verbaut, um jegliche Setzungen und Verkippungen zu vermeiden.

Aufgrund des hohen Betonverbrauches war unsere Idee, das Kranfundament direkt in das Fundament der neuen Schwergewichtsmauer zu integrieren. Auf einen Rückbau des Kranfundamentes kann deshalb verzichtet werden und es werden gleich zwei Funktionen erfüllt.

Beim Abbinden des Betons bei solch dicken Bauteile kann eine hohe Wärmeentwicklung resultieren. Neben der konstruktiven Durchbildung und Dimensionierung des Fundamentes war die Beurteilung der Wärmeentwicklung und Wärmeabfuhr eine der Aufgaben, deren wir uns gerne gestellt haben.

Der Kran ist nun seit gut zwei Wochen in Betrieb und wird noch bis Ende Jahr auf der Strecke Chur – San Bernadino für jedermann gut sichtbar sein. 

Im folgenden Video von Liebherr (s.u.) sind die Montagearbeiten des Kranes zu sehen, sowie ab Minute 7:00 die spektakuläre Kulisse, in welcher ewp diverse Objekte fürs ASTRA planen kann.

Projektdetails

Auftraggeberin
Implenia Schweiz AG

Max. Höhe Schwergewichtsmauer
12 m

Betonverbrauch für Kranfundament
ca. 122 m3

Video Kraninstallation
https://www.youtube.com/watch?v=FdA6Iwe9_KA

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Corina Huber
HR-Spezialistin